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RELEVANZ UND ZIELE

Die Welt befindet sich im digitalen Wandel. Damit einhergehende neue Arbeitsweisen und -welten erfordern Räume, die ein kreatives und agiles Arbeiten ermöglichen. Dies wiederum erlaubt schnelle Reaktionen auf unterschiedliche Trends aus Industrie, Wirtschaft und Forschung und den interdisziplinären Austausch. Zentrale Aufgabe des Space Labs als Teil des Innovation Space ist es menschenzentriert zu gestalten, zu experimentieren und so Innovationen zu fördern.

VORHABEN

Der von der Hochschule Neu-Ulm eingerichtete Innovation Space vereint drei Funktionsbereiche zu einem effektiven Laborformat: Kreativräume für agiles Arbeiten, Rapid Prototyping/Modellbau sowie virtuelle und augmentierte Realitäts-Applikationen schaffen einen Ort für nutzerzentrierte Gestaltung und Umsetzung neuartiger Produkt- und Dienstleistungen. Der Innovation Space unterstützt Vorhandenes zu hinterfragen, Menschen und ihre Bedürfnisse zu verstehen, Probleme zu identifizieren und Lösungen zu gestalten. Die dafür notwendige Infrastruktur auszubauen, zu verbessern und für unterschiedliche Nutzer*innen zugänglich zu machen, ist neben den Projekt- und Forschungsinhalten eine andauernde Aufgabe des Personals.

Modell eines Messestands für eine Fahrradfirma. Die Ausstellungselemente des Messestands sind mit Lasercut aus Holz geschnitten.

Prototypischer Messestand durch Einsatz von Lasercut – Semesterkooperation im Rahmen eines
User Experience Projektes

EFFEKTE

Über Erfolg oder Misserfolg von Produkten entscheiden Nutzer*innen meist aufgrund positiver oder negativer Eindrücke und nicht rein rational. Umso wichtiger ist es, dass der Gesamteindruck begeistert, also Gestaltung, Nutzen und Performance gleichermaßen die Sinne berühren und so Kund*innen an ein Produkt oder sogar die Marke binden. Zur Entwicklung innovativer Lösungen bedarf es der Untersuchung und Entwicklung von Trends, der Anwendung und Weiterentwicklung der oben beschriebenen Methoden, und dem Austausch unterschiedlicher Disziplinen in Räumen, die kreatives Arbeiten unterstützen.

Die Digitalisierung eröffnet zudem neue Spielräume bei der Produktentwicklung, die es für einen positiven Wandel zu nutzen gilt. Kooperationen mit externen Partnern der Industrie ermöglichen den Austausch aller Nutzer*innen des Innovation Space und helfen die vor Ort entwickelten Lösungen in die Wirtschaft zu übertragen.

 

Bildschirm während einer Präsentation. Der Bildschirm zeigt eine Frau, die eine Solarzelle hält.

Semesterkooperation im Rahmen eines User Experience Projektes mit dem Social Startup mango solar,
die saubere Solarlösungen für Entwicklungsländer entwickeln.

TRANSFERFORMATE

Der Innovation Space verbindet Forschung und Prototyping mit kreativen Experimenten und Erlebnissen. Er fördert den Austausch zwischen Hochschulen und Unternehmen, von der ersten Ideengenerierung über Evaluierung bis zur Umsetzung. Ein besonderer Fokus liegt auf unterschiedlichen Design-Thinking und User-Experience-Methoden: Empathisches Experimentieren, schnelles Prototyping, frühzeitiges Testen; all das gewährleistet eine Entwicklungsarbeit, die Nutzer- und Umsetzungsnähe vereint. Ein Wissenstransfer findet vor allem zwischen Unternehmen und der Hochschule mit ihren Studierenden statt. Durch verschiedene Veranstaltungen, Themenabende und Workshops werden diese Arbeitsweisen auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Gruppenfoto von Studierenden mit Fahrrädern im Innovation Space.

Abschlusspräsentation einer Semesterkooperation

KOMPETENZEN

Der Innovation Space bietet mit seinen Mitarbeiter*innen langjährige Erfahrung in den Bereichen User-Experience-Design, Human-Computer-Interaction, Design Thinking, Produktdesign sowie Prototyping mittels analoger (Modellbau), digitaler (3D-Druck, Lasercut, CNC-Fräsen) und virtueller Technologien (VR/ AR-Anwendungen). 2018 entwickelte Prof. Patricia Franzreb mit Unterstützung von Prof. Danny Franzreb das Creative Methods Card Set (Link zu Profil von Prof. P. Franzreb). Das Methodenkarten Set umfaßt 64 Human-Centered Design Methoden für die Entwicklung innovativer Produkte oder der Optimierung bestehender Services für die Digitalisierung. Über ein Jahr lang wurden mehr als 100 Methoden aus den Bereichen Design Thinking und User Experience Design in Lehre und Agenturalltag getestet und schließlich die hilfreichsten Methoden mit Anleitungen und Tipps in einem Kartenset zusammengefasst. Durch zahlreiche Kooperationen und Veranstaltungen wurden Kreativformate entwickelt, Methodenwissen vermittelt, Workshops und Projekte durchgeführt und Mixed Reality Anwendungen erforscht und entwickelt.

Ein Paper Prototype mit verschiedenen menschlichen Figuren und Darstellungen von Smartphone-Bildschirmen mit einer App.

Paper Prototyp entwickelt mit SAP Scenes

Creative Methods Card Set, entwickelt von Prof. Patricia Franzreb

TEAM

Prof. Patricia Franzreb, Prof. Danny Franzreb, Prof. Dr. Markus Caspers, Alexander Warth, Andreas Wagner, Hochschule Neu-Ulm

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AKTIVITÄTEN