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INNOVATIONSTRANSFER FÜR DIE REGION DONAU-ILLER-RISS

Mit innovativen Transferformaten einen nachhaltig wirksamen Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ermöglichen, das ist das Ziel des Hochschulverbundes InnoSÜD. Im Rahmen der Initiative Innovative Hochschule haben sich darin die Hochschulen Biberach und Neu-Ulm, die Technische Hochschule Ulm und die Universität Ulm zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie ein dynamisches Innovationssystem schaffen, das die Region Donau-Iller-Riß als Bindeglied zwischen den Metropolregionen Stuttgart und München mittelfristig unter den wettbewerbs- und innovationsfähigsten Räumen Europas positioniert.

Im Fokus stehen dabei die für die Region wichtigen Themenfelder Energie, Mobilität, Gesundheit und Biotechnologie sowie Transformationsmanagement. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt im Rahmen der Bund-Länder-Initiative Innovative Hochschule über eine Laufzeit von fünf Jahren.

THEMENFELDER

 

Energie

Hochschule Biberach
Technische Hochschule Ulm

 

Gesundheit &
Biotechnologie

Hochschule Biberach
Universität Ulm

 

 Mobilität

Technische Hochschule Ulm
Universität Ulm

 

 Transformations-
management

Hochschule Neu-Ulm
Hochschule Biberach

AKTIVITÄTEN

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Veranstaltungen für März 2019

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ScrumTisch Ulm

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TRANSFERFORMATE

Transfer über Köpfe

Erfolgsentscheidend für den Ideen-, Wissens- und Technologietransfer sind persönliche Interaktionen zwischen den jeweils relevanten Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sowie die zwischen ihnen bestehende Vertrauensbasis. Eine der effektivsten Arten ist der Personalaustausch, vorliegend in der Regel eines befristeten Wechsels von Mitgliedern der Verbundhochschulen untereinander, in Unternehmen oder zivilgesellschaftlichen Organisationen und umgekehrt. Wesentlich dabei ist, dass eine konkrete transferorientierte Zusammenarbeit beider Akteure im laufenden Betrieb oder im Rahmen eines gemeinsamen Projekts erfolgt, um Know-how zur Verfügung zu stellen oder auszutauschen.

Gründung

Ein wichtiger Wissenstransferkanal eines regionalen Innovationssystems ist die Unternehmensgründung. Zentraler Ansatz der Unternehmensgründung stellt die Idee des „Entrepreneurial Design“ dar, welcher davon ausgeht, Gründungsidee und Gründungsperson(en) dergestalt zu verknüpfen, dass ein je individuelles Gründungskonzept entsteht und Unternehmensgründung nicht als die Umsetzung einer bereits fertigen Idee begriffen wird. Denn ausschlaggebend für den Gründungserfolg ist nicht die Qualität der Innovation oder Geschäftsidee, sondern ihre Akzeptanz in der Praxis. Entrepreneurial Design meint die Transformation von Wissen in marktgerechte Lösungen.

Innovationszirkel/Trialoge

In den Innovationszirkeln werden die Kompetenzen der Hochschulen mit den Kompetenzen von Politik, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen kombiniert und transdisziplinär in die Bearbeitung relevanter Themen eingebracht. Jeder Innovations-zirkel bildet einen regionalen Think Tank, der ein konkretes Themenfeld adressiert: gemeinsam definieren Wissenschaftler und Akteure aus der Praxis Forschungsfragen, deren Bearbeitung entweder durch die Wissenschaftler oder gemeinsam mit den Akteuren aus der Praxis erfolgt; die Ergebnisse werden diskutiert und veröffentlicht. Bei einem Trialog kommen Akteure aus Politik, Unternehmen und Zivilgesellschaft – begleitet von Wissenschaft – zusammen und treten in eine sogenannte Deliberation (Argumentationsaustausch mit Begründungen) miteinander ein, um möglichst breit akzeptierbare Lösungen oder Konsensstrategien zu finden, insbesondere in gesellschaftlich besonders umkämpften Innovationsbereichen (Mobilität, Energie, Biotechnologie).

DAS TRANSFERFORMAT IN AKTION

Expand Reality

Durch Entwicklung und Erprobung des Transferformats „Expand Reality“ werden Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) Anwendungen für neue Anwendungsfälle, neue Arten der Zusammenarbeit und der Wissensvermittlung erschlossen und nutzbar gemacht. Das Transferformat stellt ein Bindeglied zur virtuellen Welt (AR) und zugleich eine ressourceneffiziente, örtlich und zeitlich flexible Erweiterung (VR) der physischen Präsenzwelt dar. Die virtuellen 3-D-Welten steigern dabei deutlich das räumliche und soziale Präsenzempfinden.

Collaborative Information Platforms

Eine Collaborative Information Platform ist eine Unternehmens-Software, die Interaktion auf verschiedenen Ebenen zwischen den Nutzerinnen und Nutzern im Geschäftsprozess ermöglicht. Ziel ist es, durch Kommunikation und gemeinsame Nutzung von Ergebnissen und Erkenntnissen den Innovationsprozess zu unterstützen. Als einfache CIP kann schon ein Wiki betrachtet werden, das von unterschiedlichen Nutzern gefüllt wird und das Teilen von Erkenntnissen ermöglicht. Die Komplexität kann je nach Bedarf erhöht werden, so dass ganze Wissensdatenbanken für den Entwicklungsprozess eingesetzt werden können.

Gamification

Gamification bezeichnet den Einsatz spielerischer Elemente in einem an sich spielfremden Kontext. Zum einen kann mit dem Einsatz spielerischer Elemente eine sonst nur schwer erreichbare Akzeptanz einer Software, Tätigkeit oder auch einer Veranstaltung erreicht werden. Zum anderen gehört zur Gamification aber auch das Freischneiden von Teilsystemen aus der Geschäftswelt oder aus komplexen technischen Systemen für einen Spielkontext (z. B. Planspiele). Diese Systemreduktion auf den Spielkontext reduziert die Vielfalt der Einflussgrößen und erleichtert das Verständnis für hochkomplexe Zusammenhänge.

DAS TRANSFERFORMAT IN AKTION

Open Product

Die Entwicklung neuer Anwendungen und Weiterentwicklung bestehender Systeme wird häufig dadurch behindert, dass geeignete Daten oder Testhardware fehlen. In einer Open Product Umgebung stellen die Beteiligten ihre Produkte den Partnern frei und ohne Haftungsansprüche zur Verfügung. Werden Daten erzielt, so werden diese auf einer geeigneten Plattform angeboten und können von Interessierten verwendet werden, unter Einhaltung von Schutzrechten. Ähnliches gilt bei der Produktentwicklung. Ein Prototyp z. B. kann von Mitgliedern der Open Product Gemeinde genutzt werden und gibt ihnen die Möglichkeit, schnell und unkompliziert an neuen Entwicklungen zu partizipieren. Im Gegenzug melden die Nutzer/innen ihre Erfahrungen in die Gemeinde zurück.

Open Labs

Als Voraussetzung für den bidirektionalen Transfer von insbesondere technologischen Innovationen mangelt es oftmals an technischer Infrastruktur, die die Überführung von Wissen oder Technologien in unternehmerisch nutzbare, marktgerechte Lösungen ermöglicht. Diese Lücke können Labore und Werkstätten als sog. Open Labs schließen, indem sie die hierfür notwendige Transferinfrastruktur bereitstellen. Damit die Transferleistung unmittelbar nutzbar wird, müssen Open Labs den unternehmerischen bzw. tatsächlichen Anforderungen und Prozessstrukturen entweder möglichst nahe kommen oder diese simulieren können. Hier kommen Entwicklungs-, Skalierungs- oder Simulierungs- und Modellierungslabore in Betracht. Als Ergänzung können die Transferformate Open Product und Collaborative Information Platform (CIP) genutzt werden. Open Labs können gleichzeitig den Charakter eines Fabrikationslabors (FabLab) aufweisen, in dem Hochschulmitglieder, Unternehmen und Bevölkerung eigene Ideen entwickeln und umsetzen können.

Reallabore

Reallabore verknüpfen klassische anwendungsorientierte FuE-Projekte gezielt mit der Komponente des forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers, indem sie transdisziplinäre Forschungsarbeiten ermöglichen, um konkrete gesellschaftliche Herausforderungen, wie z. B. die Energiewende, aufzugreifen. Dabei wird Wissenschaft und Zivilgesellschaft das Erfahren und Erlernen über wechselseitige Prozesse in einem experimentellen Umfeld ermöglicht. Dadurch werden die Transparenz, die Akzeptanz, das Verstehen der Sinnhaftigkeit und der Nutzen aus diesen Prozessen gesteigert. „Transparenz und Akzeptanz durch Beteiligung“ ist das Motto.

IMPRESSIONEN VOM KICK-OFF-EVENT