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Zur Zusammenarbeit von Unternehmen mit Hochschulen und Öffentlicher Hand aus Sicht von regionalen Akteuren

Die Region Donau-Iller-Riß gehört zu den wirtschaftsstarken Regionen Deutschlands und verfügt über eine hohe Innovationskraft. Doch die Region will mehr: Ziel ist es, sich unter den 25 stärksten und innovativsten Wirtschaftsregionen in Europa zu positionieren. Dafür soll die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlicher Hand enger werden. InnoSÜD, der Transferverbund der vier Hochschulen Biberach, Neu-Ulm, Technische Hochschule Ulm und Universität Ulm hat in Kooperation mit dem Stadtentwicklungsverband Ulm/Neu-Ulm und nanuuu zwischen Oktober und Dezember 2021 eine Online Unternehmensumfrage durchgeführt, bei der regionale Firmen aus vielen verschiedenen Branchen nach ihren Meinungen und Bedürfnissen gefragt wurden.

Als wichtigste Ergebnisse nennen die Akteurinnen Dr. Julia Kipper-Albertini, Ivanka Burger und Ulrike Sautter das große Interesse der Unternehmen an einer Kooperation mit den Hochschulen. Bereits drei Viertel der Unternehmen arbeiten mit Hochschulen zusammen, gut 80 Prozent halten dies für erstrebenswert. Die Unternehmen versprechen sich von den Kooperationen mit Hochschulen die gemeinsame Generierung von Ideen, das Erarbeiten relevanter Ergebnisse und einen beiderseitigen Austausch auf Augenhöhe. Der Zugang zu Fachexpertise und dauerhafte strategische Kooperation sind ebenfalls bedeutsam.

In Bezug auf welche Wissenschafts- und Wirtschaftskooperationen von Interesse sind, ist dies gleichverteilt zwischen bilateralen Projekten, drittmittelgeförderten Kooperationen, Projekten mit weiteren Firmen sowie Angeboten für regionale Unternehmen und Organisationen. Die große Mehrheit der Unternehmen steht Angeboten der Hochschulen wie Dialog- und Austauschformaten und Innovationslaboren interessiert gegenüber.

Besonders mit Blick auf verwertbare Resultate, ist die Umsetzung von Forschungsergebnissen, die Nutzung von Test- und Reallaboren und eine verstärkte Unterstützung von Ausgründungen/Gründerzentren wichtig, wie es sie beispielsweise im Bereich der Wissenschaftsstadt Ulm, der Edisonallee Neu-Ulm und StartupSÜD bereits gibt.

Gefragt nach den Inhalten einer Zusammenarbeit, waren Künstliche Intelligenz und Digitalisierung die mit Abstand am häufigsten genannten Themen, gefolgt von einem breiten Themenspektrum wie Nachhaltigkeit, Energie, Neue Geschäftsmodelle, Medizintechnik, Automatisierung und Mobilität.

Und welche Unterstützungsangebote wünschen sich Firmen? Die meisten der befragten Unternehmen nannten die Bereitstellung einer Informations- und Vernetzungsplattform von Wirtschaft, Kommunen, Hochschulen, Studierenden, Startups, Kammern und Verbänden, wie es nanuuu im Ansatz ermöglicht. Auch der Wunsch nach mehr Transparenz, zu bereits bestehenden Angeboten zur Vernetzung hier in der Region, wurde formuliert.

Abschließend ist festzustellen, dass die Zusammenarbeit mit den Hochschulen auf Augenhöhe für die Generierung neuer Ideen für die Unternehmen in der Region ein wesentlicher Faktor ist, um ihre Wirtschaftsleistung und Innovationskraft zu stärken.

Text:

Weiterführende Informationen: www.stadtentwicklungsverband.ulm.de

 

Ansprechpartnerinnen:

 

Dr. Julia Kipper-Albertini                                          Ivanka Burger                                               

GL Transferagentur InnoSÜD                                      Transformatorin InnoSÜD, Hochschule Neu-Ulm

julia.kipper-albertini@innosued.de                            ivanka.burger@hnu.de

Ulrike Sautter

Stadtentwicklungsverband Ulm/Neu-Ulm

u.sautter@ulm.de