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Austausch zu agilen Methoden in lockererer Runde: Mit dem Ende März gestarteten Scrumtisch gibt es dazu nun auch in Ulm und Neu-Ulm Gelegenheit. Der erste Scrumtisch– ein Wortspiel aus der agilen Methode „Scrum“ und „Stammtisch“ – in der Barfüßer Hausbrauerei kam bereits gut an, berichtet Organisatorin Simone Reschka aus dem InnoSÜD-Teilprojekt CAPS – Innovation Circle Agile Produkt- und Systementwicklung. Gut 20 Teilnehmer*innen seien erschienen, um sich zu praktischen Fragen rund um Scrum und andere agile Methoden auszutauschen.

Wie erhofft waren darunter Scrum-Profis ebenso wie Anwender*innen, die erst am Anfang der Arbeit mit agilen Methoden stehen, berichtet Reschka. „Manche Teilnehmer*innen sind bereits in ihren Unternehmen für die konkrete Anwendung agiler Methoden zuständig, zum Beispiel als Scrum Master, Product Owner oder Teil des Entwicklungsteams. Andere bewegte die ganz grundlegende Frage: ‚Wie kann ich anfangen?‘ Aus der Runde bekamen sie dafür sofort viele praktische Tipps.“

Mehr Gelegenheit zum Austausch: Scrumtisch in Zukunft alle zwei Monate

Für den Fall, dass die Gespräche nur stockend anlaufen, hatte die Workshop-Organisatorin Kärtchen mit Fragen und Denkanstößen mitgebracht, zum Beispiel ‚Agilität bedeutet für mich…‘, ‚Kann Agilität auch stören?‘ oder ‚Meine Vision eines agilen Unternehmens ist…‘. Letztlich sei das aber gar nicht nötig gewesen: ‚Die Teilnehmer*innen kamen direkt auf konkrete Fragen und Herausforderungen zu sprechen, die sie in ihren Unternehmen beschäftigen.‘

Nach dem erfolgreichen Auftakt soll das Format nun verstetigt werden: Alle zwei Monate soll es einen Scrumtisch in Ulm oder Neu-Ulm geben. Als nächster Termin ist der 23. Mai vorgesehen, der genaue Ort wird noch festgelegt. Organisatorin Reschka, die selbst eine Ausbildung zum Scrum-Master absolviert hat, überlegt außerdem, die Treffen in Zukunft mit kurzen Impulsvorträgen zu beginnen, um zusätzlich inhaltliche Anregungen zu geben.

Workshops als ergänzende Vertiefung zu agilen Methoden

Viele Teilnehmer*innen zeigten auch Interesse an den Workshops, die Reschka gemeinsam mit Prof. Dr. Oliver Grieble von der Hochschule Neu-Ulm im Rahmen des InnoSÜD-Teilprojektes organisiert. Vier Workshops hat das Projektteam bislang veranstaltet, in denen sich Teilnehmer*innen mit Unterstützung von externen Referenten verschiedenen Aspekten des Themas widmen konnten: „Basic Scrum“, „Aufbauen und Skalieren“, „Agiler Festpreis“ und „Werte in Scrum“.

Scrumtisch und Workshops sollen gleichermaßen zum Austausch einladen, betont CAPS-Teilprojektleiter Prof. Dr. Grieble: „Das Thema „agile Methoden“ beschäftigt Unternehmen in der Region, denn die Methode wird längst nicht mehr nur im Bereich der Software-Entwicklung angewendet. Hier tragen wir Fachwissen bei und bieten Gelegenheiten zum Austausch – denn die besten Ratschläge kommen oft von Menschen, die sich mit den gleichen praktischen Fragen beschäftigen.“

Termin und Thema für den nächsten Workshop stehen bereits: Am 12. Juli beschäftigt sich das Projektteam mit dem Thema „Agile Spiele – wie bringe ich agiles Mindset spielerisch ins Unternehmen?“. Der Ort und die genaue Uhrzeit werden noch bekannt gegeben. Informationen zu weiteren Terminen und Themen rund um Scrum veröffentlicht das Projektteam auf den InnoSÜD-Kanälen sowie in Gruppen bei XING und LinkedIn:

XING: https://www.xing.com/communities/groups/community-agile-produkt-und-systementwicklung-plus-scrum-ulm-strich-oberschwaben-innosued-f31f-1107039

LinkedIn: https://www.linkedin.com/groups/8723548/

Text: D. Barsch

Bild: Karten mit Gesprächsfragen beim ersten Scrumtisch. Bildquelle: InnoSÜD/Simone Reschka.